• Prinzipien und Inhalte

Heute gibt es sowie früher unterschiedliche Stile im Ju Jitsu. Somit entstanden auch unterschiedliche Prinzipien und Schwerpunkte, die sich inzwischen zum Teil weltweit verbreitet haben.

Der eine JJ- Stil ist mehr traditionell (eingeteilt in sog. Ryu), der andere mehr sportlich, wiederum andere sind mehr für die Selbstverteidigung modifiziert.

Eine 100% Trennung zwischen Sport, Tradition und Selbstverteidigung kann allerdings nicht immer gemacht werden

. Alle Stile haben eines gemeinsam, es wird in allen Distanzen gekämpft. Fußtritte, Faustschläge, Hebel, Würgegriffe, Schmerzpunkte sowie Bodenkampf gehören zu den Grundlagen. Lediglich die Gewichtung der Techniken ist in den einzelnen Stilen unterschiedlich. Im Kito Ryu werden mehr Wurftechniken, im Daito Ryu mehr Hebeltechniken eingesetzt. Goshin Ryu ist das Prinzip “Siegen durch Nachgeben“ (sprich: das Ausnutzen der gegnerischen Energie), Brazilian Ju Jitsu hat sich auf den Bodenkampf spezialisiert. Sehr ausgeglichen ist das Ju Jutsu des DJJV hier werden wie auch im Brazilian Ju Jitsu Wettkämpfe ausgetragen.
Die Idee des „Modern Ju Jitsu“ und meine Lehrauffassung

Man muss sich dessen bewusst sein, dass wir heute nicht wie im 16 Jahrhundert auf einem Schlachtfeld mit einem Schwert und einer Rüstung, unsere Gegner bekämpfen. Stolz in der Schlacht zu sterben, ist keine Tugend des 21 Jahrhunderts. Nur wenige Europäer haben vielleicht annähernd eine traditionelle Erziehung und Ausbildung erfahren um den „Do“ des „Bushi“ so zu begreifen und zu leben, wie dies vielleicht ein Japaner tut. Wir sind nun mal Europäer und die meisten können diesen traditionellen Weg bestenfalls nachahmen. Ritterliches Verhalten und Ehrenkodex sind heute auf der Straße schwer bis gar nicht zu finden. Spätestens wenn es knallt, sollte man sich dessen bewusst sein. Außerdem ist das, was wir heute als Ju Jitsu kennen, sicherlich nicht das was Kano und Bälz um 1900 zusammengestellt haben. Dennoch möchte ich traditionelle Kampfkunst nicht völlig unter den Tisch fallen lassen, auch wenn mein Weg des Ju Jitsu sich an einer möglichst effektiven Selbstverteidigung orientiert. Die Wurzeln der Kampfkunst Ju Jitsu sind nun einmal in Japan zu suchen. Sportliche und traditionelle Techniken dienen als Grundlage für Kondition, Kraft und Koordination. So manch einem tut es gut, wenn er / sie im Training eine gewisse Disziplin, Zurückhaltung sowie Achtung gegenüber anderen lernt.
Effektive SV -Techniken sollten kurz und prägnant sein. Fast alles was dem anderen weh tut und schnell geht ist erlaubt. Falsche Techniken gibt es meiner Meinung zwar nicht, aber das Vorgehen muss zur Situation passen. Einige mögen das nicht gerne hören, aber „Gentelmen Like“ Hebel ziehen wird als das „erste Mittel der Wahl“ nur in wenigen Fällen funktionieren.Bodenkampf sollte nach Möglichkeiten vermieden werden,auch wenn man ihn beherrscht.

Im Bodenkampf unschlagbar sind ohne Zweifel die Jung's aus dem Brazilian Ju Jitsu und Vale Tudo.

Dennoch umfasst das Training auch hier meistens Duellkampfsituationen in einem Reglement die von einem Schiedsrichter überwacht werden. Außerdem kommt in einem Wettkampf niemals der 2. Gegner vorbei....Apropos 2, 3 und mehr Gegner, die können bestenfalls nacheinander „abgearbeitet“ werden. Wenn mehr als 2 Gegner auf einen losgehen wird es eng, vor allem dann wenn sie dies organisiert tun. Wenn man hier die Möglichkeit hat, ein Hilfsmittel der körperlichen Gewalt einzusetzen, sollte man dies tun, vor allem auch dann wenn ein Gegner bewaffnet, oder einem anderweitig überlegen ist (z.B. SV für Frauen).
Man kann solche Situationen bis in alle Ewigkeit auflisten. Egal welche Kampfkunst trainiert wird, Selbstverteidigung bedeutet: schnelles, kompromissloses Vorgehen mit Techniken die man beherrscht. Modern Ju Jitsu ist ein Konzept, in dem man versucht dies umzusetzen.

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