• Die Kampfkunst

Das Kämpfen ist so alt wie die Menschheit selbst. Es beinhaltet seit Anbeginn aller Zeiten unabhängig des Systems vom Ritualkampf bis hin zur Kriegsführung alles, womit man einen Gegner ausschalten kann. Viele alte Schriften belegen den Zweikampf wie z.B. das Ringen im antiken Griechenland. Wieviel Mythos und wieviel Realität auf den zum Teil über 4000 Jahre alten Schriftstücken und Bildern dokumentiert wurden, kann man zwar vermuten aber nicht beweisen.

Im asiatischen Raum entwickelten sich viele verschiedene Systeme des Zweikampfes. Als absoluter Ursprung wird meist ein Shaolinkloster in Indien angeben. Allerdings belegen auch japanische Chroniken, Kampfformen die bis in die

vorchristliche Zeit zurück reichen. Wie es in Europa und im Rest der Welt zu den Zeiten üblich war, wurden Erfolge aus Zweikämpfen und .

Techniken meist erst mündlich weitergegeben bevor man darüber etwas niederschrieb. Dies hatte zu Folge, dass aus manchen Techniken so genannte geheime Griffe und Schläge wurden. Mit diesen entstandenen Mythen schuf man unbesiegbare Krieger die im Stande waren unsichtbar zu werden oder an mehreren Orten gleichzeitig zu erscheinen.
Der größte japanische Mythos sind die Ninja, auch als Schattenkrieger bekannt. Sie verfügten anscheinend über geheime Kräfte und waren praktisch unbesiegbar. Tatsächlich waren sie aber eine eingeschworene Gemeinschaft, die durch hartes und ständiges Training, eine entsprechende Perfektion erreichten. Ausgestattet mit taktischen Geschick, entsprechenden Überlebenskenntnissen und anatomischem Fachwissen operierten sie in kleinen Gruppen, die ohne viel Aufhebens gezielt Aufträge erledigten. Wie ein guter Zauberkünstler haben die Ninja nur selten ihre Techniken und Taktiken preisgegeben und konnten so über lange Zeit ihren Mythos aufrecht erhalten. Tatsächlich bluteten sie genau so wie jeder andere der mit einem Schwert getroffen wurde.
Trotz aller Geheimnisse und Mythen wurden Techniken aus einzelnen System ausgetauscht, modifiziert und weiterentwickelt. Reisende, Vertriebene und Kriege sorgten dafür, dass sich das Ein oder Andere auch in anderen Kriegs- und Kampfkünsten zumindest in einer ähnlichen Form wieder fand. Man braucht sich deshalb auch nicht zu wundern, warum Tritte und Schläge die aus dem Kung Fu kommen, in einer ähnlichen Form auch im Karate zu finden sind, Techniken aus dem Karate sich im Tae Kwon Do wieder spiegeln.
Ein gutes Beispiel findet man in der philippinischen Stockkampfkunst. Das Kämpfen mit Stöcken war dort die ursprüngliche Form des Zweikampfes. Durch die Unruhen während chinesischer und spanischer Besatzungen und vieler Einflüsse anderer Kulturen über Jahrhunderte, wurde dieser Stock- und Schwertkampf auf dem Philippinen sehr stark geprägt. Das Wort Escrima zum Beispiel, eine Bezeichnung des Stockkampfes, kommt aus dem Spanischen und bedeutet soviel wie Fechten.Egal wie vermischt und beeinflusst irgend ein System war, zur damaligen Zeit diente das Kämpfen zum Überleben und war eher selten mit Fairplay und sportlichen Regeln ausgestattet.
In der heutigen Zeit gibt es viele Systeme, die man als Kampfsport anstatt als Kampfkunst bezeichnet. Sie beinhalten ein sportliches Reglement und Fairplay ist Pflicht. Man möchte zwar einen Gegner besiegen, ihn aber so wenig wie möglich schädigen. Am deutlichsten ist dies im Judo oder auch im Kendo der Fall. Judo, eine Entwicklung aus dem Ju -Jitsu, beinhaltet erst gar keine Schläge. Kendo, der Weg des Schwertes wird mit einer Holzwaffe und einem Vollschutz ausgeübt.

Auch wenn man zwischen Kampfsport und Kampfkunst unterscheidet, sollte man allerdings dabei bedenken, dass einem Kampfsport immer eine Kampf- oder Kriegskunst zu Grunde liegt. Auch wenn die Zweikämpfe unter einem bestimmten Reglement ausgetragen werden. Ein Faustschlag bleibt ein Faustschlag und tut weh wenn man getroffen wird, egal aus welchem System.

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